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Neues Fahrzeug mit Allradantrieb besteht Inspektion

  24.04.2019

Heute ist wieder ein wichtiger Tag für das Projekt «Linie 12» des Swiss Transit Labs: Auf dem Betriebshof der Verkehrsbetriebe Schaffhausen (VBSH) findet nämlich die Inspektion des vor Kurzem eingetroffenen selbstfahrenden Fahrzeuges «Trapizia» mit Allradantrieb und doppelter Motorisierung statt. Es handelt sich um eine technische Weiterentwicklung des bereits im März letzten Jahres in Betrieb genommenen Modells «Trapizio». Das neue Fahrzeug kann die bis zu 15% steile Steigung vom Rheinfallbecken zum Ortskern von Neuhausen bewältigen, ohne ins Schwitzen zu geraten. Wie das mit den Fahrgästen aussieht, wird sich zeigen.

An dieser Inspektion durch Spezialisten der Bundesämter für Verkehr (BAV) und Strassen (ASTRA) entscheidet sich, ob das neue Fahrzeug bald auf öffentlicher Strasse eingesetzt werden darf, um so die Erweiterung der Strecke hinunter zum Rheinfall zu ermöglichen. Dadurch wird dann das neue Fahrzeug das bestehende ersetzen. Neben AMoTech, der VBSH und dem Fahrzeughersteller NAVYA nehmen Spezialisten vom Bundesamt für Strassen (ASTRA), dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und des kantonalen Strassenverkehrsamts an der Inspektion teil. Die Inspektion ist eine wesentliche Voraussetzung für die Erteilung der Strassenzulassung.

Als Erstes gibt es eine Begutachtung des Fahrzeugs einmal von aussen und innen. Es wird geprüft, dass alle Dokumente vorhanden und in Ordnung sind und dass die relevanten Vorschriften eingehalten werden, sowohl für Strassenfahrzeuge an sich, als auch für im Linienverkehr eingesetzte Fahrzeuge.

Die Brems- und Anfahrtests wurden bereits vorgängig durch ein akkreditiertes Prüflabor durchgeführt. Dennoch werden auch die Bremsen nochmals getestet. Dabei wird beispielsweise geschaut, ob das Fahrzeug auch bei einer Vollbremsung in der Spur bleibt.

Die Linie 12 wird auf dem erweiterten Streckenabschnitt bi-direktional befahren werden. Dazu muss das Fahrzeug einen «Kopfwechsel» durchführen. Dieser Aspekt wird speziell unter die Lupe genommen.

Nach diesen Tests und einem konstruktiven Feedback seitens BAV und ASTRA wird die gute Nachricht verkündet:
Wir haben die Inspektion bestanden und unser neues Fahrzeug bekommt in Kürze die Zulassung für die Strasse!

Ein weiterer wichtiger Meilenstein wurde heute erreicht, worauf die Projektbeteiligten des Swiss Transit Labs sehr stolz sein können. Die Unterstützung seitens NAVYA und VBSH sowie die Kooperation mit den Experten von BAV und ASTRA war äusserst konstruktiv. Ohne den entscheidenden Support wäre es nicht möglich gewesen, diesen Erfolg in so kurzer Zeit zu erreichen.

Wie geht es nun weiter?
Trapizia wird in die bestehende Verfügung zum Pilotversuch am Rheinfall mit aufgenommen. Sobald dieses Papier vom ASTRA vorliegt, können beim Strassenverkehrsamt die Nummernschilder abgeholt werden. Dann wird die Strecke bis zum Rheinfall hinunter neu ausgemessen und die Fahrspur konfiguriert. Jetzt wird das Fahrzeug auf der Strecke nochmals auf Herz und Nieren geprüft und die Begleitpersonen werden auf der Streckenerweiterung geschult. Wenn das alles erledigt ist, geht Trapizia offiziell in Betrieb und die Besucher am Rheinfall dürfen sich darauf freuen, mit Trapizia bis hinunter zum Schlössli Wörth direkt am Rheinfallbecken zu fahren.

 

Selbstfahrendes Fahrzeug "Trapizia" auf dem Prüfstand