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Inbetriebnahme Pilotprojekt an der Aare

  08.07.2019

In der Schweizer Bundesstadt Bern haben die städtischen Verkehrsbetriebe Bern (BERNMOBIL) den Testbetrieb mit einem selbstfahrenden Bus auf der neuen Linie 23 offiziell begonnen. Damit wurde ein weiterer Meilenstein im Pilotprojekt erreicht, welches von der Trapeze-Tochter AMoTech unterstützt wird. 

Der Testbetrieb mit dem selbstfahrenden Kleinbus des Herstellers EasyMile hat die notwendige Bewilligung des Bundes erhalten, um auf der Strecke Bärenpark – Talstation Marzilibahn seinen Betrieb mit Fahrgästen zu starten. Der automatisierte Bus der Linie 23 verkehrt seit heute mit einer ausgebildeten Begleitperson fahrplanmässig auf der rund zwei Kilometer langen Strecke in der Tempo-30-Zone und bedient dort insgesamt 6 Haltestellen. Das Fahrerlebnis entlang der Aare mit dem Kleinbus, der eine Transportkapazität von 8 Personen hat, steht den Fahrgästen kostenlos zur Verfügung. Mit dem Pilotbetrieb sollen wichtige Erfahrungen für den öffentlichen Verkehr gesammelt werden. 

AMoTech bindet das selbstfahrende Fahrzeug ins Trapeze-Leitsystem ein

Die Trapeze-Tochter AMoTech war dabei von BERNMOBIL beauftragt, ihre eigene Projekterfahrung bei der Fahrzeugbeschaffung und Gesucherstellung einzubringen. Der Fokus lag aber auf der Integration des selbstfahrenden Fahrzeugs ins von Trapeze gelieferte Betriebsleitsystem. Dieses überwacht und koordiniert die konventionelle Flotte von über 200 Trams und Bussen. Es war den städtischen Verkehrsbetrieben Bern sehr wichtig, das selbstfahrende Fahrzeug von Beginn weg ins Leitsystem einzubinden, um die betrieblichen Zuständigkeiten und Abläufe optimal zu gestalten. Dank der von AMoTech entwickelten Softwarelösung AVOC (Autonomous Vehicle Operation Centre) ist diese Integration sichergestellt.

Die Integration bringt Verkehrsbetrieb und Fahrgästen entscheidende Vorteile: Der Disponent in der Leitstelle kann den automatisierten Kleinbus sowie die konventionellen Fahrzeuge gleichzeitig im Blick haben und diese effizient disponieren. Die Fahrgäste profitieren von einer lückenlos verfügbaren Fahrgastinformation auf den schon existierenden Kanälen – wie beispielsweise an den Haltestellen und auf dem Smartphone. Die Protokollierung betriebsrelevanter Ereignisse und die Erhebung von Statistikdaten soll ebenso über AVOC erfolgen, so dass eine lückenlose Aufzeichnung gewährleistet ist und die Daten mit den bereits vorhandenen Analyse- und Reporting-Werkzeugen weiterverarbeitet werden können.

Mit der Inbetriebnahme in Bern hat BERNMOBIL zusammen mit AMoTech und allen am Projekt Beteiligten einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung «Mobilität der Zukunft» gemacht. Zusammen mit dem Projekt «Linie 12» in Schaffhausen ist dasjenige in Bern nun das zweite Projekt in der Schweiz, welches mit Unterstützung durch AMoTech den fahrplanmässigen Betrieb aufnehmen konnte. Die Trapeze-Tochter begleitet und unterstützt weitere Projekte in der Schweiz und auch in Deutschland.

Bild: BERNMOBIL