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Happy Birthday, Linie 12!

  27.03.2019

Die Linie 12 feiert ihren ersten Geburtstag: Heute vor genau einem Jahr wurde in Neuhausen die erste offizielle Fahrt des selbstfahrenden Fahrzeugs auf der Linie 12 gefeiert. Gleichzeitig war dies auch eine Weltpremiere, nämlich die erste Integration eines selbstfahrenden Busses in den Linienverkehr eines Verkehrsbetriebs. Eine spannende und abenteuerliche Reise in die Zukunft der Mobilität begann an jenem Tag. Der kleine selbstfahrende Bus hat in kürzester Zeit an Bekanntheit gewonnen und wurde von vielen Menschen weltweit ins Herz geschlossen.

Das erste Jahr des Pilotprojekts lässt sich in folgenden Fakten resümieren:

  • Linie 12 als Besuchermagnet: Der Andrang, Trapizio live zu erleben, ist gross. Sogar Politiker wie beispielsweise der Ministerpräsident aus BadenWürttemberg, Herr Winfried Kretschmann, liessen sich eine Fahrt mit dem automatisierten Shuttle nicht nehmen. Auch grosse internationale TV-Sender wie CNN (USA), BBC (UK) und RAI UNO (Italien) zog es für ihre Fernsehberichte nach Neuhausen am Rheinfall, wo die Zukunft der autonomen Mobilität getestet wird. Das Projekt ‚Linie 12‘ hat also in kürzester Zeit eine enorme Anziehungskraft entwickelt und eine sehr grosse Reichweite erzielt.
  • Fahrgastzahlen: Seit Inbetriebsetzung der Linie 12 wurden über 25‘000 Fahrgäste befördert, dies bedeutet eine durchschnittliche Beförderungsleistung von rund 2‘000 Fahrgästen pro Monat bzw. 70 pro Tag. Der Monat mit den höchsten Fahrgastzahlen war der August 2018 mit 3‘142 Fahrgästen. Der Tagesrekord, welcher an einem sonnigen Samstag, dem 22. September 2018 erzielt wurde, liegt bei 507 Fahrgästen.
  • Betriebsstunden: Der selbstfahrende Bus war seit der ersten Fahrt auf der Linie 12 schon rund 1‘500 Stunden in Betrieb: In den letzten 12 Monaten wurden an rund 330 Tagen Fahrgäste befördert. Es gab also kaum einen Tag, an dem Trapizio nicht in Betrieb war.
  • Gefahrene Kilometer: Pro Schicht fährt der selbstfahrende Bus zirka 13 Kilometer, dies ergibt eine Strecke von rund 3 Kilometern pro Stunde. Übertragen auf die gesamten Betriebsstunden hat das automatisierte Shuttle seit der Inbetriebsetzung schon über 4‘800 Kilometer zurückgelegt.
  • Betrieb auch im Winter: Ein periodischer Betrieb war anfangs nur während der Sommermonate vorgesehen. Im Verlauf des Projekts wurde jedoch entschieden, auch während der Wintermonate zu fahren. Dabei konnten wichtige Erfahrungen bei schwierigeren Strassenverhältnissen gesammelt werden – zum Beispiel wurde beobachtet, wie das Fahrzeug bei Schneefall reagiert.

Die vergangenen 12 Monate können von AMoTech und dem Swiss Transit Lab als eine erfolgreiche und spannende Reise zusammengefasst werden. Alle am Projekt Linie 12 Beteiligten können stolz auf das Erreichte sein. In kürzester Zeit konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, wodurch ein grosser Schritt in die Zukunft der Mobilität erreicht wurde.

Das selbstfahrende 4x4-Fahrzeug ist eingetroffen!

Momentan dreht das selbstfahrende Fahrzeug seine Runden noch im oberen Streckenabschnitt und bedient dort drei Haltestellen. Vor kurzem ist aber das neue 4x4-Modell mit den zwei Motoren eingetroffen, wodurch die Vorbereitungen zur Streckenerweiterung hinunter zum Rheinfall beginnen können. Nach der Inspektion durch das Bundesamt für Strassen ASTRA und das Bundesamt für Verkehr BAV sowie dem Erhalt der Verfügung, wird die Strecke bis zum Rheinfall neu ausgemessen und Tests durchgeführt. Damit wird die Strecke bis zum Rheinfall mit vier weiteren Haltestellen erweitert.